Ligabetrieb im Unterwasserrugby

 

Da deutlich mehr Männer Unterwasserrugby spielen als Frauen, gibt es keine strikte Herren-Ligen. Ansonsten könnten wahrscheinlich viele Damen nicht am Ligabetrieb teilnehmen, da ihre Mannschaft zu wenig weibliche Unterstützung hat. Vielmehr können alle zusammen in den Mixed Ligen spielen.

 

Daneben gibt es jedoch zusätzlich die 1. Bundesliga Damen, in der es nur Spielerinnen gestattet ist mitzuspielen. Die Damen aus Teams mit genügend Spielerinnen oder Spielgemeinschaften zwischen mehreren Vereinen, kämpfen hier jede Saison um den Einzug in den Champions Cup.

Landesliga-Termine 2016/2017

 

27.11.2016     Stuttgart
22.01.2017 Karlsruhe
19.02.2017 Pforzheim

Ergebnisse 2016/2017

 

 

1. Spieltag

SSC Karlsruhe     TC Stuttgart II  4 : 3
SSC Karlsruhe   TC Offenburg    4 : 1
SSC Karlsruhe TSV Malsch II  2 : 3
 

2. Spieltag

SSC Karlsruhe     UWR Kaiserslautern  6 : 0
SSC Karlsruhe   TC Stuttgart II    0 : 1
 

3. Spieltag

SSC Karlsruhe   TC Offenburg    10 : 0
SSC Karlsruhe   TSV Malsch II    2 : 0
SSC Karlsruhe     UWR Kaiserslautern     9 : 0

Erster Spieltag der Landesliga 2016/2017

 

Am 27. November 2016 trafen sich 13 hochmotivierte SSClerInnen in Stuttgart zum ersten Spieltag der Landesliga Baden-Württemberg. Nach einem erfolgreichen Turnier in Luzern wollten alle direkt angreifen, um eine gute Ausgangslage für den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Gleich im ersten Spiel des Tages wartete die Heimmannschaft Stuttgart II. Und wie so oft sollte das erste Spiel des Tages spielerisch nicht zu den Besten gehören. Trotz einer 1:0 Führung durch Frank Singh musste noch in der ersten Halbzeit das 1:1 hingenommen werden. Hier ließen sowohl Vorchecker als auch Verteidiger den Deckel Martin Schadow alleine, so dass es für drei Gegenspieler keine große Mühe bedeutete, denn Ball im Korb zu versenken. In der Pause wurde dann noch eine strittige Szene geklärt: Stuttgart hatte nach einem Angriff den Ball deutlich im Korb gesehen, nur war dieser gleich wieder herausgesprungen. Beiden Unterwasserschiedsrichtern war dies entgangen! Im Zuge des Fair Play erkannten wir das Tor an, so dass sich die Anzeige auf 1:2 stellte. Mit dem unbedingten Willen, das Spiel noch zu drehen gingen wir in die zweite Halbzeit und begannen, am Stuttgarter Tor zu drücken. Dies führte auch prompt zu einem Strafstoß für den SSC. Frank übernahm die Verantwortung, tauchte ab und begann mit dem Angriff. Der Stuttgarter Torwart drückte ihn jedoch unerlaubter Weise aus dem 2m Radius heraus, was mit einer 2 Minuten Strafzeit für Stuttgart und der Wiederholung des Strafstoßes geahndet wurde. Im zweiten Versuch ließ Frank nichts anbrennen und machte das 2:2. Trotz Unterzahl konnten sich die Stuttgarter zum Korb des SSC‘s durchkombinieren. Bei einem dieser Angriffe geriet Pascal Mutz als Deckel mit der Schulter in den Korb. Erneut Strafstoß, diesmal für Stuttgart. Sebastian Knott hielt bis kurz vor Ende der 45 Sekunden dagegen, konnte das 3:2 letzten Endes jedoch nicht verhindern. In der Schlussphase zeigte das Team dann noch eine Energieleistung, die Pässe kamen dazu noch an: Steffen Schlör steckt auf Matthias Göttler durch: 3:3. Und kurz darauf böllert Steffen dann persönlich den Ball zum 4:3 in den Korb! Spielende… Denkste! 1 Minute gab es extra, da die Uhr scheinbar falsch lief. Den größten Teil dieser Minute gelang es Lukas Schweizer den Ball im Mittelfeld zu behaupten, Stuttgart gelang kein Angriff mehr, ergo: Auftaktsieg! Wenn auch ein hart erkämpfter.

 

Im nächsten Spiel ging es in weiß gegen acht Offenburger. Trotz deutlicher Überlegenheit stand es zur Halbzeitpause „nur“ 1:0 (Matthias traf nach elegantem Doppelpass mit Lukas). Dies lag auch daran, dass die Pässe häufig ungenau gespielt wurden und wir uns immer wieder in Raufereien um den Ball an der Oberfläche ziehen ließen. Kurz nach Wiederanpfiff gelang dann Igor Shkarban das 2:0, bevor es abermals Strafstoß gegen den SSC gab. Wieder war die Schulter des Deckels im Korb, diesmal Sebastians. Ihn beschäftigte der Offenburger Angreifer im Strafstoß dann so sehr, dass er kurz vor Ende der 45 Sekunden luftlos auftauchen musste und so den Korb für den Treffer freigab. 2:1. Doch der Gegentreffer beflügelte noch einmal das Spiel, die Ballstafetten wurden sicherer und deutlich länger, das 3:1 durch Igor und das 4:1 durch Steffen nach schöner Vorarbeit durch Frank die erfreuliche Konsequenz. Daran sollte sich bis zum Schlusshupen nichts mehr ändern. Einen Tiefschlag der besonderen Art musste Wolfram Müller hinnehmen: nach 25 Jahren ging während des Spiels durch einen unabsichtlichen Tritt seine Tauchermaske zu Bruch. Das Ende einer intensiven Beziehung…

 

Die volle Punkteausbeute sollte im letzten Spiel mit einem Sieg gegen Malsch II perfekt gemacht werden, auch wenn allen bewusst war, dass eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein würde. Konzentriert gingen alle das Spiel an, das sich sehr körperbetont aber selten unfair entwickelte. Gleich zu Beginn gelang es den SSClern, sich am gegnerischen Korb festzubeißen. Das nach etwa 5 Minuten fällige 1:0 durch Frank wurde freudig bejubelt. Die Freude hielt allerdings nicht lange, da Malsch kurz darauf mit 3 guten Pässen das Mittelfeld überbrückte und die SSC-Spieler an der Oberfläche statt unter Wasser zurückschwimmend Martin auf dem Korb ohne Verteidigung zurück ließen (1:1). Im Folgenden konnten sich beide Mannschaften immer wieder für ein paar Minuten in der gegnerischen Hälfte festsetzen, wobei die Karlsruher die etwas besseren Möglichkeiten hatten. Doch Malsch verteidigte sehr gut und eng um den Korb und nutze kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wieder eine Fahrlässigkeit im Mittelfeld. In nahezu perfekter Kopie des 1:1 wurde das Mittelfeld schnell überbrückt, dass 1:2 nur noch Formsache. Vom eigentlich guten Spiel beflügelt steckte jedoch keiner auf, die SSClerInnen konnten sich wieder in einer Druckphase vor dem Malscher Korb festbeißen: Doppelpass mit Lukas, 2:2 durch Matthias. Das Spiel blieb bis zum Ende auf hohen Niveau, einzig Malsch konnte eine kleine Lücke in der Karlsruher Defensive ausnutzen: Der Angreifer überschwamm die Verteidigung, bekam von oben den Deckel zu fassen, konnte ihn vom Korb ziehen und zum 2:3 einschieben. Obwohl in der verbleibenden Minute noch einmal alles nach vorne geworfen wurde, wollte der Ausgleich nicht mehr fallen. Somit mussten wir uns in einem intensiven Spiel mit der unglücklichen Niederlage abfinden. Malsch lacht nach diesem ersten Spieltag mit neun Punkten von der Tabellenspitze, der SSC Karlsruhe mit 6 Punkten zusammen mit Kaiserslautern dahinter auf Platz 2. Die nächsten Spiele stehen am 22. Januar 2017 an, genug Zeit um zu trainieren und die nun aufkommenden Plätzchenpfunde wieder los zu werden. Am Rande sei hier erwähnt, dass durch die strategische Platzierung des ehemaligen SSClers Bernhard Jahnke in Stuttgart, die Energiereserven am Abend nach dem Spieltag bei gemütlichem Beisammensein und Gulasch par excellence wieder aufgefüllt werden konnten. Vielen Dank dafür!

Zweiter Spieltag der Landesliga 2016/2017

 

Am 22. Januar 2017 durfte der SSC Karlsruhe den 2. Spieltag in Grötzingen ausrichten. Noch vor Beginn gab es einiges an Durcheinander, da auch der DLRG Durlach davon ausging, das Bad für einen Wettkampf gebucht zu haben. Schlussendlich stellte sich für uns glücklicherweise heraus, dass die Buchung des DLRG nicht vollständig war und so verließen die Schwimmer freundlicherweise zügig das Bad (noch einmal vielen Dank hierfür), sodass wir den Spieltag pünktlich beginnen lassen konnten.

 

Zwei Spiele standen für den SSC auf dem Programm: Das letzte Spiel der Hinrunde gegen Kaiserslautern und das erste Spiel der Rückrunde gegen Stuttgart. Um eine realistische Chance auf die Relegationsspiele zum Aufstieg in die zweite Bundesliga zu wahren, mussten beide Spiele gewonnen werden. Dementsprechend ging es auch in das erste Spiel gegen die roten Teufel aus Lautern. In dem recht kleinen Becken in Grötzingen war es ein intensives Spiel, welches aber über weite Strecken von Karlsruhe dominiert wurde und schlussendlich mit 6:0 gewonnen wurde. Während der eigenen Spielpause wurden fleißig Kuchen, Kaffee und Brötchen verkauft.

 

Gegen Stuttgart wurde ein intensives Spiel erwartet (das Hinspiel wurde 3:2 gewonnen). Und dies traf dann auch zu. Beide Mannschaften konnten sich immer wieder für ein paar Minuten am gegnerischen Korb festsetzen, bevor die andere Mannschaft wieder drücken konnte. In einer dieser Drangphasen gelang Stuttgart gegen Ende der ersten Halbzeit das 1:0. In der Folge und auch die zweite Halbzeit über bauten die Spieler und Spielerinnen vom SSC dann Angriffswelle um Angriffswelle auf, allein der Ausgleich wollte nicht fallen. Zum einen lag es an 1-2 vergebenen großen Chancen, zum anderen verteidigte Stuttgart mit gelegentlichen Entlastungsangriffen auch sehr geschickt in einem insgesamt fordernden aber meist sehr fairen Spiel. Durch die 0:1 Niederlage hat Malsch II nun 6 Punkte Vorsprung und ist am letzten Spieltag so gut wie nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Für den SSC geht es am 12. März 2017 in Pforzheim in den drei letzten Spielen darum, noch mal eine gute Leistung zu zeigen und den zweiten Platz zu behaupten.